Startseite 2018-06-10T23:12:50+00:00

WER WIR SIND UND WAS WIR TUN

„DU DOOF?!“ ist ein bundesweites, spendenfinanziertes Präventions- und Interventionsprogramm von der Stiftung „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“, die laut wird gegen Mobbing und Cybermobbing.
Ziel ist es, der wachsenden Problematik des Mobbings schon an Grundschulen entgegen zu wirken. Je früher das Thema in der Schule behandelt wird, desto wirksamer und nachhaltiger lernen die Kinder sich gegen Mobbing zu wehren. Das Problem wurde an Grundschulen lange Zeit unterschätzt, doch gerade hier werden die Weichen für die spätere Schulzeit und das ganze Leben gestellt. Somit ist die Präventionsarbeit von hoher Wirksamkeit.

Die Schulen werden durch Fortbildungsveranstaltungen und kostenfreies, innovatives Lehr- und Lernmaterial unterstützt, die Klassen- und Schulgemeinschaft für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Kinder und Jugendliche verstehen die Mechanismen von Mobbing und werden sich dessen Auswirkungen bewusst. Sie erarbeiten gemeinsam einen verantwortungsvollen Umgang miteinander und wissen was zu tun ist, wenn sie Mobbing erleben.

„Der Titel „DU DOOF?!“ ist bewusst provokativ gewählt, um aufmerksam zu machen und zur Diskussion anzuregen.

MOBBING – WAS IST DAS?

Nach der Definition des Mobbingforschers Dan Olweus liegt Mobbing vor, wenn Kinder und Jugendliche wiederholt (regelmäßig, d.h. mindestens einmal pro Woche) und über einen längeren Zeitraum (d.h. ein Vierteljahr oder länger) negativen Handlungen eines oder mehrerer Schüler ausgesetzt sind. Zwischen Täter und Opfer herrscht ein Machtungleichgewicht, so dass eine Gegenwehr deutlich eingeschränkt ist und die Opfer sich oft ohnmächtig fühlen. Mobbing ist der systematische Einsatz von physischer oder psychischer Gewalt.

Mobbing ist für die betroffenen Kinder eine hochbelastende Situation, die den gesamten Lebenslauf prägt.

  • Schätzungen gehen davon aus, dass jedes sechste Kind (15,7%) regelmäßig Opfer von Mobbing ist. (aktuelle PISA-Studie von 2017; gilt für die durchschnittlich 15-Jährigen)
  • Der Leidensdruck der Betroffenen ist sehr hoch. Experten schätzen, dass 20% der generellen Selbstmordfälle von Schülern durch Mobbing ausgelöst werden.
  • Cybermobbing nimmt stetig zu. Auch hier berichtet mehr als jeder sechste der 12- bis 19-Jährigen, dass über ihn/sie schon Falsches oder Beleidigendes bewusst im Internet verbreitet wurde.
  • Es gibt keine klare Antwort darauf, wie Mobbing entsteht.
  • Mobbing-Opfer weisen keine speziellen Eigenschaften auf. Jedes Kind kann Opfer werden.
  • Welches Kind betroffen ist, hängt von der Zusammensetzung der Klasse ab, von den dort geltenden Normen, vom Verhalten des Lehrers und von der Existenz eines Kindes (Täter), das Einfluss in der Klasse gewinnen möchte und aggressives Verhalten als Erfolgsstrategie für sich entdeckt hat und von den Assistenten, Verstärkern und Zuschauern.
  • Internationale Studien zeigen, dass sich Kinder aller Altersgruppen in komplexen Mobbing-Situationen wiederfinden und dass alle Schüler einen Einfluss auf das Mobbinggeschehen haben. Das heißt, dass man mit einer gesamten Klasse arbeiten sollte.
  • In Deutschland ist in der Mobbingforschung in den letzten Jahren viel passiert, z.B. Mechthild Schäfer, Uni München, Herbert Scheithauer (Freie Uni Berlin, Entwickler von Fairplayer), BAK-Studie. Eine Entwicklung von landesweiten Programmen, wie es z.B. in Finnland der Fall ist, hat aber noch nicht stattgefunden.
  • Mobbing kommt in allen Altersklassen und Schulformen vor. Es gibt im Grundschulbereich aber praktisch keine aussagekräftigen Studien, da die Lehrer ein wichtiger Faktor in der Befragung sind.
  • Mobbing ist oft Auslöser für psychosomatische Erkrankungen und Schulangst.
  • Eine frühe Beeinträchtigung der Persönlichkeitsentwicklung erhöht die Wahrscheinlichkeit von psychischen Erkrankungen stark. Deshalb sind Mobbing-Erfahrungen in der Grundschule umso schädlicher.
  • Mobbing ist ein Gruppenphänomen, das neben den Betroffenen auch die Zuschauer massiv belastet, da sie sich oft als handlungsunfähig erleben.
  • Besonders empathische Kinder, die Zeugen von Mobbing sind, geraten in einen Teufelskreis der Ohnmacht, da sie die Belastung und Verletzung der Opfer nachempfinden.

UNSER ANSATZ

Das von der Stiftung geförderte Programm ist ein sogenannter nicht-konfrontativer Ansatz. Der Fokus liegt darauf, die Klassen- und Schulgemeinschaft zu befähigen, Mobbing selbstbewusst entgegen zu treten. Wenn die Kinder gemeinsam laut gegen Mobbing werden, haben potenzielle Täter keine Chance mehr, und es entsteht eine stabile Basis für ein achtsames Miteinander. Zentral ist dabei die Rolle der Lehrkraft, die entscheidend dafür ist, wie konsequent die Erkenntnisse des Programms im Alltag umgesetzt werden. Ihr Verhalten entscheidet darüber, wie ernsthaft ein respektvoller Umgang unter den Kindern umgesetzt wird und ob wirklich alle Kinder einen Platz im System haben. Sie vermittelt auch, welche Grenzen nicht verhandelbar sind.

Durch die Arbeit mit DU DOOF?! werden die Kinder umfassend und nachhaltig als Gemeinschaft und als Einzelpersönlichkeit gestärkt. So hat Mobbing keinen Nährboden mehr.

„DU DOOF?!“ basiert auf folgenden Grundideen:
  • Mobbing ist ein systemisches Problem.
  • Sanktionen für die Mobbing-Akteure beenden nicht das Problem.
  • Lernen und Verhaltensänderung braucht ein inneres Berührt-Sein.
  • Kinder müssen sich zugehörig und verbunden fühlen, damit Mobbing nicht stattfindet.
  • Kinder entwickeln im Grundschulalter ihr Wertesystem, deshalb ist Prävention hier besonders effektiv.
  • Mobbing findet keinen Nährboden mehr, wenn alle Verantwortung übernehmen.
  • Wenn Schulen Du DOOF?! im Sinne des Whole School Approachs einsetzen, d.h. als gesamte Schulgemeinschaft, ist die Wirkung am nachhaltigsten..

WAS WIR TUN

„DU DOOF?!“ bietet multimediales Lehr- und Lernmaterial zur systemischen Prävention und Intervention zum digitalen und analogen Einsatz. Durch die Einbindung unterschiedlicher prominenter Persönlichkeiten im Lehr- und Lernmaterial, ergibt sich ein hohes Identifikationspotenzial für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer. Die zeitgemäße Machart der „DU DOOF?!“-Inhalte, entspricht dem aktuellen Mediennutzungsverhalten der Kinder und Jugendlichen und gewährleistet eine hohe Akzeptanz und Wirkung. Das Programm „DU DOOF?!“ sieht sich als Multiplikator und bietet in diesem Rahmen neben den obligatorischen Einführungsveranstaltungen u.a. pädagogische Tage zur Einarbeitung des Kollegiums, Aktionstage für die Kinder mit einem Prominenten und einem Coach und weitere Angebote an. Nachhaltigkeit und Vertiefung wird über regelmäßig stattfindende Webinare und Supervisionen erzielt. Auf spielerische Weise lernen die Kinder, die Mechanismen von Mobbing rechtzeitig zu erkennen und selbstständig dagegen vorzugehen. Sie entwickeln die Kompetenzen, die sie im Kampf gegen Mobbing dringend brauchen.

Die 4 Säulen des Programms

  1. Berührt-Sein: Die Kinder bekommen ein Gefühl dafür, wie es ist, wenn andere gemobbt werden. Dadurch entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die Verletzungen, die bei Mobbing entstehen.
  2. Innerer Reflexionsprozess: Durch Reflexion der eigenen erlebten Gefühle erarbeiten die Kinder die Antwort auf die Frage: „Wie möchte ich mit anderen Menschen umgehen?“
  3. Verantwortungsübernahme: Die Kinder erkennen, dass sie bei Mobbing verantwortlich sind für ihr Handeln und ihr Nicht-Handeln. Sie erarbeiten gemeinsam ihre Umgangskultur.
  4. Selbstwertstärkung: Um Mobbing im Alltag selbstbewusst entgegen zu treten, erproben die Kinder Handlungsoptionen und stärken dadurch ihr Selbstwertgefühl.

OFFIZIELLES MUSIKVIDEO

BEGLEITVIDEOS

STATEMENTS GEGEN MOBBING

Andreas Schleicher

Andreas Schleicher, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
„Mobbing und Cybermobbing haben in der Schule keinen Platz, denn die Folge sind nicht nur ein beeinträchtigtes Wohlbefinden der Schüler und deutlich schwächere schulische Leistungen, sondern außerdem oftmals ein gestörtes Sozialverhalten weit über die Schule hinaus. Der internationale PISA-Vergleich zeigt, dass Offenheit im sozialen Umgang und Konsequenz in der Ahndung jeder Art von Bullying das Schulklima nachhaltig verbessern können.“

Annette Greiner

Annette Greiner, Landesverband Schulpsychologie NRW
„Mobbing ist eine Form von anhaltender, häufig psychischer Gewalt, welcher bereits Kinder in der Grundschule ausgesetzt sein können. Je früher Kinder betroffen sind, desto höher die Gefahr langfristiger negativer Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung. Jede*r kann Opfer von Mobbing werden und wer davon betroffen ist, kann sich nicht alleine helfen. Das Erfahren von Hilfe und das Stoppen von Mobbing sind für Opfer, aber auch für Mobber, von hoher Bedeutung.

Die Stärkung von sozialen Kompetenzen, Empathiefähigkeit, Zivilcourage sowie die Vermittlung konkreter Handlungsmöglichkeiten, ist unerlässliche Präventionsarbeit für ein gutes Miteinander in der Schule und in unserer Gesellschaft. Schön, dass es das beherzte Engagement der Macher der Initiative „DU DOOF?!“ gibt.“

Heinz-Peter Meidinger

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
„Jeder einzelne Mobbing-Fall ist einer zuviel und schlimm. Als Schulleiter weiß ich, dass Schülerinnen und Schüler daran oft extrem leiden. Es ist außerdem nicht mehr so wie früher, dass sich Mobbing vor allem auf dem Pausenhof abspielt. Heute läuft vieles über soziale Netzwerke. Praktisch jeder Mobbing-Fall ist entweder initiiert oder zumindest begleitet durch Diffamierung auf Facebook oder in den Whatsapp-Klassengruppen, manchmal auch auf Plattformen wie Instagram oder Youtube. Das macht Mobbing noch schlimmer: Mobbing im Internet ist öffentlich, wirkt dauerhaft, ist nicht löschbar und man kann sich kaum dagegen wehren.“

Dr. Auma Obama

Dr. Auma Obama, kenianische Germanistin, Soziologin, Journalistin und Autorin
“You are just a click away …. Mit einem Klick könnt ihr es beenden ….
Gerade wenn es sich um (Cyber-)Mobbing und Bullying handelt, müsst ihr wissen, dass ihr euch jeder Zeit und von jeder Internetplatform verabschieden könnt! Lasst euch nicht gefangen halten und habt Mut zum Abschalten! Mit einem Klick könnt Ihr das (Cyber-)Mobbing und Bullying beenden.“

Andreas Schleicher
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

„Mobbing und Cybermobbing haben in der Schule keinen Platz, denn die Folge sind nicht nur ein beeinträchtigtes Wohlbefinden der Schüler und deutlich schwächere schulische Leistungen, sondern außerdem oftmals ein gestörtes Sozialverhalten weit über die Schule hinaus. Der internationale PISA-Vergleich zeigt, dass Offenheit im sozialen Umgang und Konsequenz in der Ahndung jeder Art von Bullying das Schulklima nachhaltig verbessern können.“

Annette Greiner
Landesverband Schulpsychologie NRW

„Mobbing ist eine Form von anhaltender, häufig psychischer Gewalt, welcher bereits Kinder in der Grundschule ausgesetzt sein können. Je früher Kinder betroffen sind, desto höher die Gefahr langfristiger negativer Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung. Jede*r kann Opfer von Mobbing werden und wer davon betroffen ist, kann sich nicht alleine helfen. Das Erfahren von Hilfe und das Stoppen von Mobbing sind für Opfer, aber auch für Mobber, von hoher Bedeutung.
Die Stärkung von sozialen Kompetenzen, Empathiefähigkeit, Zivilcourage sowie die Vermittlung konkreter Handlungsmöglichkeiten, ist unerlässliche Präventionsarbeit für ein gutes Miteinander in der Schule und in unserer Gesellschaft. Schön, dass es das beherzte Engagement der Macher der Initiative „DU DOOF?!“ gibt.“

Heinz-Peter Meidinger
Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

„Jeder einzelne Mobbing-Fall ist einer zuviel und schlimm. Als Schulleiter weiß ich, dass Schülerinnen und Schüler daran oft extrem leiden. Es ist außerdem nicht mehr so wie früher, dass sich Mobbing vor allem auf dem Pausenhof abspielt. Heute läuft vieles über soziale Netzwerke. Praktisch jeder Mobbing-Fall ist entweder initiiert oder zumindest begleitet durch Diffamierung auf Facebook oder in den Whatsapp-Klassengruppen, manchmal auch auf Plattformen wie Instagram oder Youtube. Das macht Mobbing noch schlimmer: Mobbing im Internet ist öffentlich, wirkt dauerhaft, ist nicht löschbar und man kann sich kaum dagegen wehren.“

Dr. Auma Obama
kenianische Germanistin, Soziologin, Journalistin und Autorin

“You are just a click away …. Mit einem Klick könnt ihr es beenden ….
Gerade wenn es sich um (Cyber-)Mobbing und Bullying handelt, müsst ihr wissen, dass ihr euch jeder Zeit und von jeder Internetplatform verabschieden könnt! Lasst euch nicht gefangen halten und habt Mut zum Abschalten! Mit einem Klick könnt Ihr das (Cyber-)Mobbing und Bullying beenden.“

SCHNELLE HILFE

Das DU DOOF?!-Team kann leider in diesem Rahmen keine Beratung anbieten. Diese Stellen leisten direkte Hilfe:

Es ist toll, dass du dir Hilfe suchst. Es gibt kostenlose Möglichkeiten, bei denen du deinen Namen nicht nennen musst:

Nummer gegen Kummer e.V.: Tel.:116 111

  • Kinder- und Jugendtelefon Mo. bis Sa. von 14-20 Uhr
  • Samstags: „Jugendliche beraten Jugendliche“
  • Per Mail rund um die Uhr erreichbar: die em@il-Beratung
  • Du erhältst innerhalb von 48 Stunden eineAntwort.

Juuport: 

  • Online-Beratung: juuuport-Scouts online
  • Du kannst dich jederzeit bei juuuport melden.
  • Die juuuport-Scouts melden sich innerhalb von 48 Stunden bei dir.

Nummer gegen Kummer e.V.: Tel.:0800 – 111 0 550

Elterntelefon Mo. bis FR. von 9 – 11 Uhr und Di+Do 17-19 Uhr

Per Mail rund um die Uhr erreichbar: die em@il-Beratung

Antwort innerhalb von 48 Stunden

Du brauchst Hilfe. Dann wähle die Nummer gegen Kummer.
116 111