Startseite 2018-05-15T12:04:31+00:00

WER WIR SIND UND WAS WIR TUN

„DU DOOF?!“ ist ein bundesweites, spendenfinanziertes Präventions- und Interventionsprogramm der „Mobbing stoppen! Kinder stärken!“ Stiftung gegen Mobbing und Cybermobbing. Ziel ist es, der wachsenden Problematik des (Cyber-)Mobbings und Bullyings entgegen zu treten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden unterstützt, einen ressourcevollen Umgang mit diesem gesellschaftlichen Problem zu finden, das nach wie vor oft nicht ernst genug genommen wird. Mit öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen, kostenfreiem und innovativem Lehr- und Lernmaterial und der Stiftung und Förderung von Bildungsangeboten, bietet „DU DOOF?!“ einen neuen Ansatz. Der Titel „DU DOOF?!“ ist bewusst provokativ gewählt, um aufmerksam zu machen und zur Diskussion anzuregen.

Besonderes Augenmerk legt die Stiftung auf die präventive Arbeit mit Kindern im Grundschulalter. Mit Hilfe des Lehr- und Lernmaterials verstehen Kinder und Jugendliche die Mechanismen und werden sich der Auswirkungen von Mobbing bewusst. Sie erarbeiten gemeinsam einen verantwortungsvollen Umgang miteinander und wissen was zu tun ist, wenn sie Mobbing erleben. Das Arbeitsmaterial ist sowohl zur Prävention als auch zur Intervention bei beginnenden Mobbingfällen konzipiert.

„DU DOOF?!“ versteht sich zum einen als medialer Multiplikator und zum anderen als Vermittler von Fachkompetenz an SchülerInnen, LehrerInnen, Schulleitungen und Eltern im Themenkreis Verantwortung, Toleranz, respektvoller Umgang, (Cyber-)Mobbing und Bullying. Ebenso ist ein Einsatz bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Freizeitbereich vorgesehen.

MOBBING – WAS IST DAS?

Mobbing bzw. Bullying ist der systematische Einsatz von physischer oder psychischer Gewalt. Nach Dan Olweus liegt Mobbing bzw. Bullying vor, wenn Kinder und Jugendliche wiederholt (regelmäßig, d.h. mindestens einmal pro Woche) und über einen längeren Zeitraum (d.h. ein Vierteljahr oder länger) negativen Handlungen eines oder mehrerer Schüler ausgesetzt sind. Zwischen Täter und Opfer herrscht ein Machtungleichgewicht, so dass eine Gegenwehr deutlich eingeschränkt ist und die Opfer sich oft ohnmächtig fühlen. Bullying hat grundsätzlich Folgen für die psychische Gesundheit. In Deutschland spricht man im Schulkontext offiziell von Bullying und im Arbeitskontext von Mobbing, gängiger ist aber nach wie vor der Begriff Mobbing.

Man kann Mobbing in zwei Arten unterteilen (nach Teuschel/Heuschen):

Täter schikanieren das Opfer im direktem Kontakt, z.B. durch Schlagen, Schubsen, Festhalten, Erpressen, Geld abnehmen, offenes Beschädigen oder Wegnehmen von Eigentum, aber auch verbales Herabsetzen, Beschimpfen, Bedrohen und Bloßstellen

Täter schikanieren das Opfer versteckt und oft hinter dem Rücken des Opfers , z.B. durch Gerüchte, Verleumdungen, heimliche Manipulation von Unterlagen, heimliches Beschädigen von Eigentum, aber auch durch soziale Ausgrenzungen mit dem Ziel, das Opfer zu isolieren

Gerade die Formen des indirekten Bullyings sind für Eltern und Lehrer schwer zu erkennen. Mobbing findet dabei häufig abseits ihres Wahrnehmungsbereichs statt. Für die Betroffenen selbst ist es wiederum oft noch schwerer, sich zu wehren oder andere um Hilfe zu bitten.

Die Folgen von Mobbing sind weitreichend: die Basis des Zusammenlebens und der Zusammenarbeit wird zerstört, Mobbing verursacht psychische und physische Krankheiten bei den Betroffenen. In der Schule und auch im Familienkontext äußert sich das oft mit sozialer Zurückgezogenheit, psychosomatischen Erscheinungen wie Kopfschmerz, Bauchschmerzen, Schlafstörungen bis hin zu Schulangst, bei der es den Kindern oft nicht möglich ist, das Haus zu verlassen. Opfer von Mobbing können eine psychische Traumatisierung erleiden, selbstverletzendes Verhalten zeigen, oder sogar selbst gewalttätig werden, unter Umständen erst Jahre später. Einige werden später sogar selbst zu Tätern. Psychologen und Politiker stellten bereits Zusammenhänge zwischen den Taten von Amokläufern und vorausgehenden Erfahrungen als Opfer von Mobbing her.

In Deutschland wird nach der neuen PISA-Studie fast jeder sechste 15-Jährige regelmäßig Opfer von teils massivem Bullying an seiner Schule. Das Problem ist aber bei weitem kein Jugendphänomen. Mobbing beginnt bereits in der Grundschule.

Bullying-Erfahrungen beeinträchtigen nicht nur die psychische und physische Gesundheit sondern oft auch die soziale und schulische Entwicklung der Betroffenen. Mobbing hat auch für die ganze Gesellschaft massive Konsequenzen: Es beeinträchtigt die Effizienz unseres Bildungswesens, verursacht Kosten für unser Gesundheitswesen, unser Sozialwesen sowie das Justizsystem und reduziert spätere Arbeitsleistung, Produktivität und Innovation.

UNSER ANSATZ: NO BLAMING

„DU DOOF?!“ vertritt folgende Grundideen:
  • Mobbing ist ein systemisches Problem.
  • Sanktionen für die Mobbing-Akteure beenden nicht das Problem.
  • Lernen und Verhaltensänderung braucht ein inneres Berührt-Sein.
  • Kinder müssen sich zugehörig und verbunden fühlen, damit Mobbing nicht stattfindet.
  • Kinder entwickeln im Grundschulalter ihr Wertesystem.
  • Mobbing findet keinen Nährboden mehr, wenn alle Verantwortung übernehmen.

WAS WIR TUN

Prävention und Intervention

„DU DOOF?!“ entwickelt multimediale Lehr- und Lerninhalte zur systemischen Prävention und Intervention zum digitalen und analogen Einsatz. Durch die Einbindung unterschiedlicher prominenter Persönlichkeiten im Lehr- und Lernmaterial, ergibt sich ein hohes Identifikationspotenzial für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer. Die zeitgemäße Machart der „DU DOOF?!“-Inhalte, entspricht dem aktuellen Mediennutzungsverhalten der Kinder und Jugendlichen und gewährleistet eine hohe Akzeptanz und Wirkung. Das Programm „DU DOOF?!“ sieht sich als Multiplikator und bietet in diesem Rahmen neben den obligatorischen Einführungsveranstaltungen auch pädagogische Tage zur Einarbeitung des Kollegiums und Aktionstage mit einem Prominenten und einem Coach für die Kinder an.

Die 4 Säulen des Programms

  1. Berührt-Sein: Die Kinder bekommen ein Gefühl dafür, wie es ist, wenn andere gemobbt werden. Dadurch entwickeln sie ein tieferes Verständnis für die Verletzungen, die bei Mobbing entstehen.
  2. Innerer Reflexionsprozess: Durch Reflexion der eigenen erlebten Gefühle erarbeiten die Kinder die Antwort auf die Frage: „Wie möchte ich mit anderen Menschen umgehen?“
  3. Verantwortungsübernahme: Die Kinder erkennen, dass sie bei Mobbing verantwortlich sind für ihr Handeln und ihr Nicht-Handeln. Sie erarbeiten gemeinsam ihre Umgangskultur.
  4. Selbstwertstärkung: Um Mobbing im Alltag selbstbewusst entgegen zu treten, erproben die Kinder Handlungsoptionen und stärken dadurch ihr Selbstwertgefühl.

OFFIZIELLES MUSIKVIDEO

BEGLEITVIDEOS

STATEMENTS GEGEN MOBBING

Andreas Schleicher

Andreas Schleicher, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
„Mobbing und Cybermobbing haben in der Schule keinen Platz, denn die Folge sind nicht nur ein beeinträchtigtes Wohlbefinden der Schüler und deutlich schwächere schulische Leistungen, sondern außerdem oftmals ein gestörtes Sozialverhalten weit über die Schule hinaus. Der internationale PISA-Vergleich zeigt, dass Offenheit im sozialen Umgang und Konsequenz in der Ahndung jeder Art von Bullying das Schulklima nachhaltig verbessern können.“

Annette Greiner

Annette Greiner, Landesverband Schulpsychologie NRW
„Mobbing ist eine Form von anhaltender, häufig psychischer Gewalt, welcher bereits Kinder in der Grundschule ausgesetzt sein können. Je früher Kinder betroffen sind, desto höher die Gefahr langfristiger negativer Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung. Jede*r kann Opfer von Mobbing werden und wer davon betroffen ist, kann sich nicht alleine helfen. Das Erfahren von Hilfe und das Stoppen von Mobbing sind für Opfer, aber auch für Mobber, von hoher Bedeutung.

Die Stärkung von sozialen Kompetenzen, Empathiefähigkeit, Zivilcourage sowie die Vermittlung konkreter Handlungsmöglichkeiten, ist unerlässliche Präventionsarbeit für ein gutes Miteinander in der Schule und in unserer Gesellschaft. Schön, dass es das beherzte Engagement der Macher der Initiative „DU DOOF?!“ gibt.“

Heinz-Peter Meidinger

Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes
„Jeder einzelne Mobbing-Fall ist einer zuviel und schlimm. Als Schulleiter weiß ich, dass Schülerinnen und Schüler daran oft extrem leiden. Es ist außerdem nicht mehr so wie früher, dass sich Mobbing vor allem auf dem Pausenhof abspielt. Heute läuft vieles über soziale Netzwerke. Praktisch jeder Mobbing-Fall ist entweder initiiert oder zumindest begleitet durch Diffamierung auf Facebook oder in den Whatsapp-Klassengruppen, manchmal auch auf Plattformen wie Instagram oder Youtube. Das macht Mobbing noch schlimmer: Mobbing im Internet ist öffentlich, wirkt dauerhaft, ist nicht löschbar und man kann sich kaum dagegen wehren.“

Dr. Auma Obama

Dr. Auma Obama, kenianische Germanistin, Soziologin, Journalistin und Autorin
“You are just a click away …. Mit einem Klick könnt ihr es beenden ….
Gerade wenn es sich um (Cyber-)Mobbing und Bullying handelt, müsst ihr wissen, dass ihr euch jeder Zeit und von jeder Internetplatform verabschieden könnt! Lasst euch nicht gefangen halten und habt Mut zum Abschalten! Mit einem Klick könnt Ihr das (Cyber-)Mobbing und Bullying beenden.“

Andreas Schleicher
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

„Mobbing und Cybermobbing haben in der Schule keinen Platz, denn die Folge sind nicht nur ein beeinträchtigtes Wohlbefinden der Schüler und deutlich schwächere schulische Leistungen, sondern außerdem oftmals ein gestörtes Sozialverhalten weit über die Schule hinaus. Der internationale PISA-Vergleich zeigt, dass Offenheit im sozialen Umgang und Konsequenz in der Ahndung jeder Art von Bullying das Schulklima nachhaltig verbessern können.“

Annette Greiner
Landesverband Schulpsychologie NRW

„Mobbing ist eine Form von anhaltender, häufig psychischer Gewalt, welcher bereits Kinder in der Grundschule ausgesetzt sein können. Je früher Kinder betroffen sind, desto höher die Gefahr langfristiger negativer Auswirkungen auf die psychische und soziale Entwicklung. Jede*r kann Opfer von Mobbing werden und wer davon betroffen ist, kann sich nicht alleine helfen. Das Erfahren von Hilfe und das Stoppen von Mobbing sind für Opfer, aber auch für Mobber, von hoher Bedeutung.
Die Stärkung von sozialen Kompetenzen, Empathiefähigkeit, Zivilcourage sowie die Vermittlung konkreter Handlungsmöglichkeiten, ist unerlässliche Präventionsarbeit für ein gutes Miteinander in der Schule und in unserer Gesellschaft. Schön, dass es das beherzte Engagement der Macher der Initiative „DU DOOF?!“ gibt.“

Heinz-Peter Meidinger
Präsident des Deutschen Lehrerverbandes

„Jeder einzelne Mobbing-Fall ist einer zuviel und schlimm. Als Schulleiter weiß ich, dass Schülerinnen und Schüler daran oft extrem leiden. Es ist außerdem nicht mehr so wie früher, dass sich Mobbing vor allem auf dem Pausenhof abspielt. Heute läuft vieles über soziale Netzwerke. Praktisch jeder Mobbing-Fall ist entweder initiiert oder zumindest begleitet durch Diffamierung auf Facebook oder in den Whatsapp-Klassengruppen, manchmal auch auf Plattformen wie Instagram oder Youtube. Das macht Mobbing noch schlimmer: Mobbing im Internet ist öffentlich, wirkt dauerhaft, ist nicht löschbar und man kann sich kaum dagegen wehren.“

Dr. Auma Obama
kenianische Germanistin, Soziologin, Journalistin und Autorin

“You are just a click away …. Mit einem Klick könnt ihr es beenden ….
Gerade wenn es sich um (Cyber-)Mobbing und Bullying handelt, müsst ihr wissen, dass ihr euch jeder Zeit und von jeder Internetplatform verabschieden könnt! Lasst euch nicht gefangen halten und habt Mut zum Abschalten! Mit einem Klick könnt Ihr das (Cyber-)Mobbing und Bullying beenden.“

SCHNELLE HILFE

Du brauchst Hilfe oder einen Rat zu deiner Frage oder deinem Problem? Du bist beschimpft oder belästigt worden oder hast Dinge im Netz gesehen, die dich nicht mehr loslassen? Dann bist du hier genau richtig. Lass dich kostenlos und anonym bei Nummer gegen Kummer e.V. oder juuuport e.V. beraten!

  • Du kannst dich persönlich und anonym von den juuuport-Scouts online beraten lassen.
  • Du kannst dich jederzeit bei juuuport melden.
  • Die juuuport-Scouts melden sich innerhalb von 48 Stunden bei dir.
  • Kinder- und Jugendtelefon Mo. bis Sa. von 14 – 20 Uhr unter der Nummer 116 111
  • Samstags: „Jugendliche beraten Jugendliche“
  • Per Mail rund um die Uhr erreichbar: die em@il-Beratung
  • Antwort innerhalb von 48 Stunden

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